9. Ruhlaer Kirchennacht - Lasst immer eine Brücke entstehen

Die einst durch eine Erbteilung gespaltene Stadt Ruhla besitzt, wie mittlerweile bekannt, nicht nur zwei evangelische Kirchen, sondern auch eine katholische und eine Neuapostolische Kirche. Die Idee, gemeinsam die Kirchentüren der Stadt an einem Tag im Jahr für alle Interessierte zu öffnen, war seitens der Verantwortlichen der jeweiligen Kirchen und des Trinitatisvereins entstanden. Seit 2011 wird diese Tradition erfolgreich gestaltet.
Die 9. Ruhlaer Kirchennacht wurde erneut vom ökumenischen Miteinander aller beteiligten Kirchen geprägt. Alle vier Kirchen der Bergstadt Ruhla öffneten am Samstag, 22.06.2019, ihre Türen zur Kirchennacht.

Die Liebe soll die Motivation sein Gutes zu tun, sowohl für unsere Mitmenschen als auch für den Umkreis, in dem wir leben.

L  i  e  b  e  heißt:  Lasst   immer   eine   Brücke   entstehen.

Unabhängig von konfessioneller Zugehörigkeit darf sich jeder Christ als Brückenbauer und Versöhner verstehen. Darauf machten die führenden Vertreter aller drei in Ruhla beheimateten Kirchen in der ökumenischen Andacht aufmerksam.                                                                                         

Wie an einem Band zogen die Besucher im Anschluss an die Andacht von Kirche zu Kirche, in denen  Ausstellungen, musikalische Darbietungen und reichlich Gespräche  zu erleben waren. Ein besonderes Gepräge verlieh dieser Abend der „Nachtwächter“ der Stadt in seiner Stadtführung.

Motivation zur Organisation und Durchführung einer Kirchennacht, wie sie in Ruhla schon zur Tradition geworden ist, geschieht durch den Dialog zwischen den christlichen Kirchen und den Besuchern mit dem Wunsch, Menschen für Gott zu begeistern. Umgesetzt wurde der Gedanke dadurch, dass die Besucher die jeweils andere Kirche in Augenschein nehmen und in Gesprächen nicht nur Wissenswertes über die baulichen Gegebenheiten erfahren konnten, sondern auch zu Glaubensinhalten und somit die Vielfalt einer Stadt als Reichtum zu begreifen. Ein Erleben, dass Mut macht, den gemeinsamen Weg des wertschätzenden Miteinanders weiter zu gehen. So kann Bewährtes erhalten, Neues gestaltet und Gemeinschaft gepflegt werden. In den zahlreichen Gesprächen äußerten einige Besucher den Wunsch, diese liebgewordene Tradition zu pflegen, denn es sei das Beste, was einer Stadt passieren kann.